Über Bormann

Seit 1887.Vier Generationen Holzhandwerk.

Von der ersten Werkstatt in Schweringen bis zum heutigen Innenausbau: Eine Geschichte über Familie, Material und den Anspruch, gute Arbeit zu machen.

Historisches Bild von Ehler Bormann oder der ersten Werkstatt in Schweringen

Gründung

1887

Ehler Bormann gründet die Tischlerei.

1887 beginnt die Geschichte von Bormann in Schweringen. Gründer Ehler Bormann legt den Grundstein für einen Familienbetrieb, der bis heute eng mit dem Ort, dem Handwerk und dem Material Holz verbunden ist. Die erste Werkstatt liegt mitten im Dorf, nahe der Hauptstraße.

Historische Rechnung oder alter Beleg der Tischlerei Bormann aus dem Jahr 1904

Archiv

1904

Frühe Spuren aus der Werkstatt.

Alte Belege und Rechnungen aus den Jahren 1904 erzählen bis heute von den Anfängen der Tischlerei. Sie zeigen Bormann als Handwerksbetrieb der ersten Generation — lange bevor Maschinen, digitale Planung oder moderne Werkstattstrukturen den Alltag bestimmten.

Fritz Bormann in der historischen Werkstatt

Zweite Generation

Fritz Bormann und das klassische Tischlerhandwerk.

Mit Fritz Bormann führt die nächste Generation den Betrieb weiter. In dieser Zeit ist eine Tischlerei noch ein echter Allround-Handwerksbetrieb: Möbel, Fenster, Türen und auch Bestattungen gehören zum Arbeitsalltag. Gebaut wird, was gebraucht wird — nah am Leben der Menschen.

Heimische Hölzer wie Fichte und Nadelholz als Material der Nachkriegszeit

Material der Zeit

1940

Arbeiten mit dem, was verfügbar war.

In der Kriegs- und Nachkriegszeit prägen einfache, verfügbare Materialien das Handwerk. Verarbeitet wird vor allem, was regional vorhanden ist — Fichte, Nadelholz und andere heimische Hölzer. Die Möbel dieser Zeit sind funktional, solide und geprägt von handwerklicher Notwendigkeit.

Ehler Bormann als dritte Generation der Tischlerei Bormann

Dritte Generation

Ehler Bormann spezialisiert den Betrieb.

Mit Ehler Bormann, der heute 94 Jahre alt ist, verändert sich der Schwerpunkt des Betriebs deutlich. Was früher selbstverständlich zum Tischlerberuf gehörte, wird bewusst aufgegeben: keine Bestattungen, Fenster und Türen mehr. Stattdessen richtet sich Bormann immer stärker auf Möbel, Einbauten und Innenausbau aus.

Historische Friseureinrichtung oder gewerblicher Innenausbau von Bormann

Neue Projektarten

1960er

Gewerbe bringen neue Aufträge.

In den 1960er-Jahren arbeitet Bormann nicht mehr nur für private Wohnhäuser, sondern übernimmt zunehmend gewerbliche Einrichtungen und individuelle Raumlösungen. Das Handwerk bleibt klassisch — die Projekte werden größer, spezieller und gestalterischer.

Der Werkstattstandort von Bormann aus dem Jahr 1962

Neuer Standort

1962

Mehr Platz für die Werkstatt.

1962 entsteht ein neuer Werkstattstandort. Nach rund 75 Jahren in der ersten Werkstatt braucht der Betrieb mehr Raum für Maschinen, Mitarbeitende und größere Aufträge. Dieser Schritt markiert den Übergang vom kleinen Dorfstandort zu einer Werkstatt, die stärker auf Wachstum und professionelle Abläufe ausgerichtet ist.

Nussbaum, Teak und Einbaumöbel als prägende Materialien der 1970er-Jahre

Material & Stil

1970

Nussbaum, Teak und Einbaumöbel.

In den 1970er-Jahren prägen Nussbaum, Teak und skandinavische Einflüsse viele Möbel und Einrichtungen. Gleichzeitig gewinnen Einbaumöbel an Bedeutung. Diese Zeit steht für warme Holzoberflächen, klare Formen und maßgefertigte Lösungen, die fest mit dem Raum verbunden sind.

Größere Einrichtungen und medizinische Projekte aus den 1980er-Jahren

Verantwortung

1980

Einbaumöbel für jede Raumsituation

Maßgefertigte Wohnmöbel nutzen selbst schwierige Dachschrägen optimal aus. Helle Holzoberflächen, Rundbogenfronten und verglaste Vitrinen prägen den wohnlichen Stil dieser Zeit.

Meisterstück von Frieder Bormann, ein Schreibtisch aus Birnbaum und Ahorn

Meisterhandwerk

1995

Frieders Meisterstück aus Birnbaum und Ahorn.

In den 1990er-Jahren ist Buche ein prägendes Material. Gleichzeitig entstehen besondere Gesellen- und Meisterstücke. Frieder Bormann legt 1987 seine Gesellenprüfung ab und macht 1995 seinen Meister. Sein Meisterstück ist ein aufwendig gearbeiteter Schreibtisch aus Birnbaum mit gebogenen und verleimten Leisten sowie eingeklinkten Beinen aus Ahorn.

Die heutige Werkstatt von Bormann mit tragenden Holz-Leimbindern

Heutiger Standort

1997

Die heutige Location entsteht.

1997 zieht Bormann an den heutigen Standort. Frieder Bormann plant die heutige Location gemeinsam mit Frank Schwecke über fast sechs Monate als Abschlussprojekt. Dabei geht es nicht nur um ein Gebäude, sondern um die komplette Organisation der Werkstatt: Maschinenstandorte, Wege, Büro, Abläufe und Zukunftsfähigkeit.

Das heutige Team der Tischlerei Bormann

Heute

Frieder Bormann führt die nächste Generation.

Heute führt Frieder Bormann den Betrieb als nächste Generation weiter. Aus der ehemaligen Dorftischlerei ist ein Unternehmen für Möbel nach Maß, Innenausbau und hochwertige Projekte geworden. Mit rund 30 Mitarbeitenden, eigener Ausbildung und einem starken Team verbindet Bormann das Wissen aus mehreren Generationen mit moderner Planung, präziser Fertigung und handwerklicher Haltung.

Auszubildende der Tischlerei Bormann
Auszubildende der Tischlerei Bormann bei der Arbeit

Unsere Auszubildenden

Wir bilden aus, um Wissen weiterzugeben.

Bormann ist ein Familienbetrieb, der auf die Weitergabe von Wissen setzt. Wir bilden Tischler:innen aus, um handwerkliche Fähigkeiten zu vermitteln und die nächste Generation zu fördern. Unsere Auszubildenden lernen bei uns nicht nur das Handwerk, sondern auch die Werte, die unser Unternehmen prägen.

Nicht stehen geblieben.Sondern weitergebaut.

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